Venedig: Politik und Handel

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Abb 2: Venedig um 1650.

Wie kein anderes Symbol steht der Markuslöwe für die Republik Venedig. Venedig? Das war in der frühen Neuzeit eine reiche Republik im Mittelmeerraum. Die Republik Venedig bestand von 697–1797 n. Chr. und besaß einen Dogen als symbolisches Oberhaupt. Die eigentliche politische Macht ging jedoch von der „Signoria“ (dem Präsidium des großen Rates, welche eine Art Regierung bildete), dem Senat und dem Rat der Zehn aus. Gewählt wurde der Doge auf Lebenszeit vom großen Rat. Berühmt war Venedig auch für ihre Galeeren, welche im Arsenal gelagert wurden und dem prächtigen Bucintoro,  einer prächtigen Galeere des Dogen, sowie Bauten in der Stadt selber wie dem Markusdom und dem Dogenpalast.

Abb. 3: Handelswege der Stadt Venedig in Konkurrenz zu Genua.

Die Republik zeichnete sich in der frühen Neuzeit vor allem als Handelsmacht im Mittelmeerraum aus und profitierte dabei von ihrer Lage und dem Seehandel mit Gewürzen aus dem vorderen Orient, Asien, Afrika und Nordeuropa. Ihre Handelswege führten dabei vom Schwarzen Meer über Afrika bis nach Großbritannien. Die venezianischen Patrizier, die die Herrschaft ausübten, erschlossen dabei auch Gebiete im östlichen Mittelmeerraum, die nicht nur als Handelsstützpunkte dienten, sondern auch als agrarische Gebiete, von deren Erzeugnissen die Stadtbevölkerung profitierte. Diese können als Kolonien bezeichnet werden, da sie durch ein stark hierarchisches Herrschaftssystem und wirtschaftliche Abhängigkeit gekennzeichnet waren.