Erstingsbild

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Abb. 4: Bei dieser Version des Erstlingsbildes handelt es sich um eine Reproduktion des Originalen Gemäldes von 1747.

Was sagt das Erstlingsbild über die Beziehung zwischen Herrnhuter und Sklaven aus?

Die Idee für das „Erstlingsbild“ hatte Zinzendorf und gab es bei Johann Valentin Haidt in Auftrag. Wegen der besonderen Beliebtheit dieses Motives wurden noch acht weitere Ausführungen zwischen 1747 und 1754/55 vom selben Künstler gemalt. Platziert wurde das originale Gemälde zuerst im Konferenzraum der Gemeine in Herrnhaag und nach ihrer Auflösung im Jahr 1753 in Zeist, wo es sich noch heute befindet.

Mittig zu sehen ist Christus, der seinen Blick dem Betrachter des Gemäldes entgegen richtet. Auf diese Weise wird der Betrachter mit in die dargestellte Szene einbezogen. Während die abgebildeten Palmenzweige im Christentum ein Symbol für Märtyrer sind, tragen sie bei den Herrnhutern die Bedeutung der Überwindung (des Todes).

Durch diese Darstellung findet eine Idealisierung statt: Auch missionierte (ehemalige) Sklaven, wie beispielsweise Carmel Oly (1727-1739) – eines der Kinder mit gelben Rock – oder Rebecca Protten (um 1718 - 1780) – die schwarze Frau rechts neben Carmel – werden von Christus auf derselben Weise angenommen, wie die Herrnhuter, die das Gemälde betrachten.

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