P - Pietismus bis Protten

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    P - Pietismus bis Protten

    Pietismus


    Eine besonders konservative protestantische Glaubensströmung die im Übergengang vom 16. ins 17 Jh. sich entwickelte, der die Reformation nicht weit genug ging. Ein Merkmal ist hier z.B., dass im Gegensatz zu den Staatskirchen auch Laien missionieren, bzw. predigen dürfen. Wichtig für die Pietisten war das die Gläubigen Lesen konnten, da das eigenständige Bibelstudium im Vordergrund, und dass die Treue zum Wort, also der Schrift eingehalten wird. Ein weiteres Merkmal besteht darin, die geistliche Entwicklung des Individuums zu fördern. Hauskreise bzw. gemeinsames Beten und Bibelstudium werden als ähnlich wichtig betrachtet wie die Gottesdienste.

    Protestantismus


    Eine christliche Strömung die sich im Zuge der Reformation als Gegenpol zur Katholischen Kirche gebildet hat. Prägend für den Protestantismus waren Martin Luther, Phillip Melanchthon und Jean Calvin. Die protestantischen Kirchen akzeptieren alleine Jesus Christus, bzw. Gott als Oberhaupt der Kirche lehnen somit einen Papst (der sich als Stellvertreter Gottes auf Erden sieht) ab. Die Heiligenverehrung (der katholischen und orthodoxen Kirche), sowie die Ehelosigkeit von Geistlichen wird ebenfalls nicht praktiziert.

    Protten, Rebekka/Freundlich, Matthäus (um 1718-1780)


    Mutmaßlich wurde Rebecca Protten als Tochter einer afrikanischen Sklavin und eines weißen Herren geboren. Im Alter von 6 Jahren wurde sie auf die Jungferninsel St. Thomas verschleppt. Dort pflegte sie als Haushaltssklavin einen freundschaftlichen Umgang mit ihren Herren und wurde so an die christliche protestantische Religion herangeführt. Mit 18 Jahren wurde sie freigelassen, woraufhin sie auf St. Thomas zu einer Predigerin der Herrnhuter Brüdergemeine wurde. 1738 heiratete sie den Herrnhuter Matthäus Freundlich, der jedoch vier Jahre später verstarb. In einer Massenhochzeit heiratete sie Christian Protten, der wie halb-afrikanisch war/ist. Mit ihrem zweiten Mann siedelte sie nach einigen Umwegen nach Afrika über und arbeitet dort als Hausschullehrerin bis zu ihrem Tod. Sie trug zur Alphabetisierung der Sklaven bei.

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